Aktuelle Neuerscheinungen 2012

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DIE WELT DER SLAVEN. Jahrgang LVII (2012) Heft 1. Schwerpunkt: Literatur und Philosophie in wechselseitiger Kritik. München - Berlin, 2012. Br., 200 S., 38,50 Euro (Best.Nr. 705-57-1Bei Kubon & Sagner bestellen)

Aus dem Inhalt: Grigor'eva, Nadezda; Schamma Schahadat; Irina Wutsdorff: Zum Schwerpunkt: Literatur und Philosophie in wechselseitiger Kritik; Wutsdorff, Irina: Philosophie versus Literatur. Zum Ringen des späten Tolstoj mit dem Medium der Wortkunst; Dobrovol'skij, Dmitrij, Ludmila Pöppel: Lexical semantics and official propaganda; Brang, Peter: L.N. Tolstoj, J.-M. Guyau und die Ansteckungstheorie; Hansen, Julie: Memory unleashed by Perestroika. Olga Grushin's "The Dream Life of Sukhanov"; Rezensionen: Moser, Michael: Władysław Łubaś, Polityka językowa. Opole 2009; Radünz el, Claudia: Ludmila Pöppel, The rhetoric of Pravda editorials: A diachronic study of a political genre. Stockholm 2007; Hansen, Björn: Tanja Anstatt, Boris Norman (Hrsg.), Die slavischen Sprachen im Lichte der kognitiven Linguistik. Wiesbaden 2010; uvm.


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MARTIN, ERIK: Formen der Negation bei Lev Tolstoj. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-203-4. Br., 218 S., 32,00 Euro (Best.Nr. 1481Bei Kubon & Sagner bestellen)

Diese Tübinger Dissertation unternimmt den Versuch, die mannigfaltige Tätigkeit Lev Tolstojs, die oft als widersprüchlich und heterogen wahrgenommen wird, holistisch aufzufassen. Die These ist, dass Tolstojs Philosophie und Poetik durch die Dominanz der Negation organisiert werden, wobei Negation im theologischen (Kenosis), religiösen (Apophatik), rhetorischen (Dissimulation) und ideologischen (Nihilismus) Kontext konzeptualisiert wird. Diese kulturologische Auffassung der Negation erlaubt eine einheitliche Analyse sowohl der theoretischen Konzepte Tolstojs (wie etwa Kunst, Autorschaft, Selbstidentität und Sozialität) als auch ihrer literarischen Umsetzung (als Spiel mit Präsenz/Repräsentation, Simulation/Dissimulation oder Affirmation/Subversion). Selbst da, wo das theoretische Denken den literarischen Ausdrucksformen zu widersprechen scheint, kann dieser Widerspruch als konsequente Durchführung der Negation verstanden werden: Die Logik der Verneinung ist für Tolstoj relevanter als jede affirmative Behauptung und wird dadurch zur Logik der Selbstverneinung.

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BIENIEK, Beata A.: Bruno Schulz' Mythopoesie der Geschlechteridentitäten: Der Götzenblick im Gender-Spiegel. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-014-6. Br., 298 S., mit Bibliogr., 30,00 Euro (Best.Nr. 2090Bei Kubon & Sagner bestellen, eBook (PDF)Bei Kubon & Sagner bestellen) Leseprobe

Durch die Thematisierung der Erotik und durch das deutlich hervorgehobene Moment des Masochismus steht der polnische Schriftsteller Bruno Schulz (1892-1942) im Kontext der gender-Diskussion. Seine Eros-Diskussion beinhaltet Frauenbilder, geht aber zugleich über sie hinaus und wendet sich der männlichen Sexualität zu. Der männliche Blick ist bei Schulz zentral und die Wahrnehmung des Eros wird in dieser Studie erstmalig als das Leitmotiv des patriarchalischen Kulturzusammenhangs herausgearbeitet. Der pathologische Aspekt des Masochismus wird als kulturgeschichtliche Problematisierung der Identität beider Geschlechter gelesen. Die Eros-Diskussion wird in den mystischen Kontext der Kabbala integriert, wodurch Verbindungen zu den chthonischen Religionen des Altertums rekonstruiert werden. Die Problematik von Geschlechterkonzepten und ihren Körperbildern wird in Text und Bild aufgegriffen. Damit vereinen sich in diesem Werk religiöse Dimensionen mit den Gender Studies und eröffnen somit erstmalig eine Mythopoetik als gender-Diskurs.

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TOMELLERI, Vittorio S.; TOPADZE, Manana; LUKIANOWICZ, Anna (Hrsg.): Languages and Cultures in the Caucasus. Papers from the International Conference "Current Advances in Caucasian Studies" Macerata, January 21-23, 2010. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-195-2. Geb., 664 S., 49,80 Euro (Best.Nr. 6020Bei Kubon & Sagner bestellen, eBook (PDF)Bei Kubon & Sagner bestellen) Leseprobe

The present volume contains several papers, written in English and Russian, reflecting different approaches to the Caucasus region, with particular attention to contact phenomena at all levels of social and cultural life. Some of them are devoted to sociolinguistic problems, which are becoming more and more topical after the collapse of the Soviet Union and the following redistribution of political and cultural influence. Others examine concrete questions of linguistic contact and discuss different types of interference, including peripheral or dialectal features; lexicology and idioms also are investigated. Particular attention is dedicated to political, historical and cultural questions, in medieval as well as in modern times; the Christian tradition and the importance of Bible translation, with respect to contact phenomena in the past as well as nowadays, are also investigated. Finally, quite a few contributions approach various aspects of different geographic areas and language groups (Armenian, Kartvelian, West Caucasian and Daghestanian Languages). The volume is addressed to specialists, postgraduates and students specializing in the field of Caucasian languages and cultures.

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FINKELSTEIN, Miriam: Im Namen der Schwester. Studien zur Rezeption der Regentin Sof'ja Alekseevna bei Katharina der Großen, Evdokija Rostopčina und Marina Cvetaeva. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-058-0. Br., 318 S., 36,00 Euro (Best.Nr. 1468Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Rezeption Sof'ja Alekseevnas - der Halbschwester Peters des Großen und Regentin des Russischen Reiches (1682-1689) - durch Katharina die Große, Evdokija Rostopčina und Marina Cvetaeva. Katharinas dramatische Werke, Erinnerungen, auch polemische Schriften und Bauprojekte sowie poetische Texte Rostopčinas und Cvetaevas werden auf die Repräsentation einer gestürzten Herrscherin hin untersucht. In Sof'ja sahen Katharina, Rostopčina und Cvetaeva den Ausgangspunkt für eine alternative Geschichte eines besseren, toleranteren und humaneren russischen Staates, der vor allem auch (schreibenden) Frauen Gleichberechtigung gewährt und würdevolle Existenz zugebilligt hätte. Insofern werden die untersuchten Imaginationen Sof'jas als spezifisch weibliche russische Utopien verstanden.

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