Südosteuropa-Jahrbuch

Herausgegeben im Namen der Südosteuropa-Gesellschaft von Gernot Erler.


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38. BRUNNBAUER, Ulf; NOVINŠĆAK, Karolina; VOSS, Christian (Hrsg.): Gesellschaften in Bewegung. Emigration aus und Immigration nach Südosteuropa in Vergangenheit und Gegenwart. 48. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 5. - 9. Oktober 2009, München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-156-3. eBook (PDF), 326 S., 30,00 Euro (Best.Nr. 8021, eBook (PDF)Bei Kubon & Sagner bestellen)Leseprobe

Migrationsprozesse unterschiedlicher Art prägen sowohl das gegenwärtige als auch das historische südöstliche Europa. Angesichts des quantitativen Umfangs der Migrationsbewegungen der letzten beiden Jahrhunderte, der Komplexität ihrer Ursachen, der Vielfalt ihrer Ziele und der Unterschiedlichkeit ihrer Formen erscheint Südosteuropa als regelrechtes Laboratorium, in dem zentrale Fragen der Migrationsforschung exemplarisch abgehandelt werden können. Für die Gesellschaften Südosteuropas ist Migration in ihren unterschiedlichen Spielarten - Immigration, Emigration, Binnenmigration, Transmigration, Rückkehrmigration, Zwangsmigration - nicht erst seit gestern ein zentraler Prägungsfaktor: Hier haben wir es mit Gesellschaften in Bewegung im wörtlichen Sinn zu tun. Der Band besteht aus fünfzehn empirisch fundierten Einzelstudien. In der Zusammenschau ergeben sie aber mehr als nur eine Addition von Erkenntnissen, da Migrationen nicht als statische Ergebnisse gedacht werden, sondern immer wieder aufs Neue kulturelle Veränderungen - und damit häufig neue Migrationen - nach sich ziehen.


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37. BOHN, Thomas M.; CALIC, Marie-Janine (Hrsg.): Urbanisierung und Stadtentwicklung in Südosteuropa vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. 47. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 6.-10.10.2008. München-Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-118-1. Br., 386 S., mit Abb., 32,00 Euro (Best.Nr. 8012Bei Kubon & Sagner bestellen, eBook (PDF)Bei Kubon & Sagner bestellen) Leseprobe

Wie transformierten Industrialisierung und Urbanisierung die Gesellschaften Südosteuropas? Welche städtebaulichen Leitbilder existierten im südöstlichen Europa und wie manifestierten sich der kulturelle und der soziale Wandel? Welche Folgen hatten die Nationalstaatsbildung, die sozialistische Herrschaft und die politische Transformation? Die 47. Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft thematisierte Modernisierungsprobleme des südöstlichen Europa vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie führte Ansätze der Historiographie, Soziologie, Ethnologie, Politologie, Geographie, Demographie und Architekturgeschichte zusammen.


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36. STERBLING, Anton (Hrsg.): Zivilgesellschaftliche Entwicklungen in Südosteuropa. 46. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 8.-12.10.2007. München, 2009. ISBN 978-3-86688-048-1. Br., 330 S., 32,00 Euro (Best.Nr. 1919Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mit der Einleitung demokratisch und marktwirtschaftlich orientierter Wandlungsprozesse und der damit einhergehenden Institutionalisierung bürgerlicher Rechte und Freiheiten in den Staaten Südosteuropas hat auch der politisch-philosophische Begriff der "Zivilgesellschaft" innerhalb wie außerhalb der Region an Popularität gewonnen. Ein durch Selbstorganisation gestalteter gesellschaftlich-privater Sektor wurde als Grundlage nachhaltiger politischer und sozioökonomischer Reformen, als Entlastungsfaktor staatlicher Institutionen und als Endstufe der demokratischen Konsolidierung gesehen. Auch angesichts politischer Repräsentationsdefizite, krisenhafter wirtschaftlicher Entwicklungen und der Einflüsse von Populismen und Extremismen ist anfängliche Euphorie hinsichtlich der Funktion von Zivilgesellschaft als "Entwicklungsmotor" mittlerweile einiger Ernüchterung gewichen. Die im vorliegenden Sammelband enthaltenen Beiträge diskutieren Leitideen und Grenzen dieses sozialwissenschaftlichen Konzepts und thematisieren anhand von Länderbeispielen wie auch aus vergleichender Perspektive die ambivalente Rolle von Zivilgesellschaft in Südosteuropa.


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35. FÖRSTER, Horst (Hrsg.): Regionalisierung, Regionalismus und Regionalpolitik in Südosteuropa. 44. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 10.-14.10.2005. München, 2008. ISBN 978-3-86688-053-5. Br., 264 S. m. Abb., 32,00 Euro (Best.Nr. 1918Bei Kubon & Sagner bestellen)

Regionalisierung, Regionalismus und Regionalpolitik sind vielschichtig miteinander verknüpft. Die aktuellen Raumentwicklungen in Südosteuropa werden durch eine fortschreitende Integration einerseits und durch Vorbereitungsprozesse zum möglichen Beitritt weiterer Länder zur Europäischen Union andererseits bestimmt. Regionalisierungen sind dabei sowohl Ergebnisse als auch Voraussetzungen jener Prozesse. Der Sammelband enthält, eingebunden in zwei theoretisch und empirisch politikwissenschaftliche Beiträge, im multidisziplinären Ansatz Länder- und Regionalanalysen zu Griechenland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Albanien, zu den Nachfolgestaaten Jugoslawiens sowie zu Grenzregionen. Somit wird versucht, ein differenziertes Bild der Raumstrukturen in Südosteuropa zu zeichnen und die Bedeutung der Regionalpolitik herauszustellen.


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34. SCHUBERT, Gabriella; SUNDHAUSSEN, Holm (Hrsg.): Prowestliche und antiwestliche Diskurse in den Balkanländern/Südosteuropa. 43. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 4.-8.10.2004. München, 2008. ISBN 978-3-86688-022-1. Br., 312 S. m. Abb., 32,00 Euro (Best.Nr. 9017Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das kulturelle Selbstverständnis und das Wertesystem eines gemeinsamen Europas wurden bislang entweder gar nicht oder nur am Rande thematisiert. Die damit zusammenhängenden Fragen stellen sich jedoch zwangsläufig im Zusammenhang mit der Erweiterung der Europäischen Union, insbesondere mit ihrer Südost-Erweiterung. Das Selbstverständnis und die Identitätskonstrukte der Balkangesellschaften sowie ihre Einstellung zum "Westen" und zum übrigen Europa unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den dominanten Strömungen in den westlichen EU-Mitgliedsländern. Neben prowestlichen Strömungen existieren hier dezidiert antiwestliche Diskurse, die zum Teil als Reaktion auf die negative Balkan-Rezeption in Westeuropa, zum Teil als Angst vor Überfremdung bzw. Verlust der kulturellen Eigenständigkeit gewertet werden können. Die in diesem Sammelband enthaltenen Beiträge vermitteln exemplarisch Einblicke in das Verhältnis der Balkangesellschaften zu "Europa", zu westeuropäischen "Modellen" und "Leitbildern".


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33. BRUNNBAUER, Ulf; VOSS, Christian (Hrsg.): Inklusion und Exklusion auf dem Westbalkan. 45. Internationale Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft in Tutzing 9.-13.10.2006. München, 2008. ISBN 978-3-86688-021-4. Br., 277 S. m. Graphiken. 32,00 Euro (Best.Nr. 9015Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Gesellschaften in Südosteuropa sind durch starke Exklusionsprozesse geprägt. Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaft, Ethnologie, Soziologie sowie die Kulturwissenschaften können aufgrund ihrer spezifischen Fragestellungen und Methoden zentrale Einblicke in die Mechanismen von gesellschaftlicher Inklusion bzw. Exklusion geben; dabei kommen insbesondere die eng miteinander verflochtenen Fragen des Umgangs mit ethnischen Minderheiten, der Konstruktion von Identitäten, der kollektiven Geschichtsbilder, der politischen Kultur und der Gewalteskalation in Betracht. Wie die Beiträge dieses Jahrbuchs zeigen, kann angesichts der heterogenen ethnischen und konfessionellen Struktur der Region nur ein dezidiert staatsbürgerliches Nationsverständnis, gekoppelt mit einer starken Zivilgesellschaft und einem funktionierenden Staat zu dem Ausmaß an gesellschaftlicher Integration führen, das für die friedliche und demokratische Entwicklung des westlichen Balkans notwendig ist.


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